Amazon Basics Mikroschnitt Aktenvernichter für 8 Blätter, für Papier, CD und Kreditkarten Schredder, 8 Blatt (neues Modell), Schwarz, Schnitt in mikroskopische Fragmente

$ 9.97

Die Medien konnten nicht geladen werden.Eigentlich könnte die Titelzeile schon die gesamte Rezension sein, aber ich denke, ich werde doch etwas ausführlicher. Nach 16 Jahren hat mein „Rexel V55“ den Geist aufgegeben, ein Spitzengerät, das ich sofort wieder gekauft hätte, wenn es das heute noch geben würde. Leider sind alle Rexel-Schredder heute viel schlechter als vor 16 Jahren, dafür aber dreimal so teuer. Darum habe ich mich (natürlich auf Amazon) nach Ersatz umgesehen. Nach langer Suche (fast 3 Stunden, man muss alles genau vergleichen) fiel meine Wahl auf den „Genie 580 XCD“. Das Gerät war weiß und hübsch, alles klang soweit gut und es war günstig (ca. 50 Euro). Leider war es auch billig, denn nach 4 Wochen war es kaputt und ging am letzten Tag der Rücksendefrist zurück. Uff, was für Reinfall! Wenn ich ehrlich bin, dann hat den letzten Ausschlag bei dem „Genie“ gegeben, dass so ein weißes Gerät optisch gut in mein kleines Büro passt. Aber der Verstand hätte mir da schon sagen müssen, dass man Schredder nun wirklich nicht nach der Optik kaufen sollte!Nun denn, ein weiteres Mal Recherche nach einem Schredder und letztlich bin ich bei diesem Amazon-Basics-Partikelschnitt-Gerät hängen geblieben. Nur ein Partikelschnitt erfüllt alle Anforderungen der Europäischen Datenschutzgrundverordnung. Allerdings gibt es große und kleine Partikel, also nochmal Unterschiede. Die Partikel hier zeigen meine Fotos, sie sind so klein, dass keiner mehr irgendetwas zusammenlegen können wird. Prima! Hier folgen meine weiteren Erlebnisse und Anmerkungen mit und zu diesem Gerät. Achtung: Es werden mehrere Modelle, die sich deutlich in Preis und Leistung unterscheiden, unter diesem Sammeleintrag zu Amazon-Basics-Schreddern verkauft, also immer darauf achten, auf welches Modell sich die jeweilige Rezension bezieht.Die Lieferung per Prime war, wie immer, sehr schnell. Der Zusammenbau ist selbsterklärend und logisch, man kann nichts verkehrt machen. Die Rollen unter dem kastenartigen Gerät fand ich zuerst blöde, inzwischen finde ich die nach drei Wochen ganz praktisch. Die muss man übrigens nicht zwingend montieren, theoretisch kann man die auch weglassen. Nun sind sie dran und bleiben dran. Das Gerät ist kleiner als man meint (die Maße waren aus den technischen Daten bekannt, aber in Echt wirkt es dann noch kleiner als angenommen). Ich finde, der Eimer könnte locker doppelt so groß bzw. doppelt so hoch sein! Zudem gibt es keinen Extra-Auffangbehälter für CDs. Der Eimer ist relativ dünnwandig, aber es geht. Das Schneidwerk scheint sehr solide zu sein, der Geräteblock ist recht schwer. Der Schalter ist gut verarbeitet und wackelt nicht. Doch der Stromkabelausgang hinten rechts oben ist nicht ordentlich verarbeitet (siehe Foto) und wackelt, obwohl er genau das nicht tun sollte.Mein alter Rexel hatte beim Eimer übrigens eine Ausbuchtung vorn, sodass man kleine Schnipsel ohne Aufwand da rein werfen konnte und den Eimer als Papierkorb benutzen konnte. Hier muss man den Eimer dafür aus der Konstruktion vorziehen, das hakelt etwas, und beim Zurückschieben muss man den Eimer regelrecht zurückknallen, damit er hinten wieder sitzt, denn nur dann, wenn alle Teile sitzen, arbeitet aus Sicherheitsgründen das Schneidwerk (gut so!). Vermutlich ist aber auch das eine Gewöhnungssache, denn inzwischen mache ich das ganz automatisch, so wie ich mich auch an die Rollen schnell gewöhnt habe. Die Rollen kann man übrigens auch feststellen, die vorderen beiden haben dafür entsprechende Minihebel.Normalerweise lese ich keine Anleitungen, hier hab ich es getan: Mir ist dabei aufgefallen, dass in der kleinen Anleitung steht, dass man bei Nichtbenutzung immer das Stromkabel aus der Steckdose ziehen soll. Der Sinn dahinter ist, dass das Gerät (obwohl der Schiebeschalter auf Aus steht) immer noch etwas Strom zieht. Das erkennt man, wenn es ganz dunkel ist, daran, dass die LED noch immer schwach blau glimmt. Der Motor summt zwar nicht, aber wie auch immer, ich will nicht, dass auch dieses Gerät demnächst ersetzt werden muss aufgrund von falscher Behandlung, also habe ich mir beholfen durch einen Steckdosenkippschalter (siehe Fotos). Das ist ein Tipp, denn ein Schalter ist schnell gedrückt und wenn der aus ist, ist auch das Gerät wirklich aus, weil kein Strom fließen kann. So einen Zwischenschalter bekommt man im Baumarkt für knapp 3 Euro oder manchmal sogar im 1-Euro-Laden. Oder hier für etwas mehr Geld, wer es im Versand haben will. Man kann das auch kombiniert bestellen, gleich mit diesem Gerät, dann ist es günstiger.Dann zur Leistung: Dieser Schredder ist leiser als alle anderen, die ich bisher hatte. Das fällt mir sofort positiv auf! In der Nacht kann man ihn trotzdem nicht laufen lassen, aber wie gesagt, er ist wesentlich leiser, als ich es gewohnt bin. Ich habe einfach einige Bögen Papier geschreddert und das Ergebnis ist ein sauberer und guter Partikelschnitt. Ich habe es nachgemessen: Pro Minute schafft das Gerät 13 einzelne Bögen, wenn man sie direkt nacheinander einführt. Ich empfehle, maximal 2 Seiten zugleich zu schreddern. Alles andere ist eine vermeidbare Belastung für den Motor und sofern man ein Privathaushalt ist, sollte das auch gehen, weil man nie ganze Aktenordner wegschreddern will. Laut Anleitung soll man maximal 2 Minuten durchgehend arbeiten mit dem Gerät und dann 40 Minuten Pause machen. Wenn man also maximal 2 Blatt einschiebt, schafft man in 2 Minuten so maximal 52 Seiten, bevor man eine Pause machen sollte. Zudem ist ganz wichtig: In der Anleitung wird von 75-Gramm-schwerem Papier ausgegangen. Standardpapier in Deutschland (und in Österreich und der Schweiz) hat 80 Gramm! Die Angabe, dass man maximal 8 Seiten gleichzeitig verarbeiten kann, bezieht sich, wie gesagt auf 75-Gramm-Papier! Kurzum, ich empfehle grundsätzlich, sein Gerät zu schonen und nicht mehr als 2 Bögen einzuführen.Theoretisch soll das Mahlwerk auch mit Klammern klar kommen, aber das teste ich aus diesem Grund gar nicht erst, sondern alles an Metall wird vor dem Schreddern entfernt. Man muss das Schneidwerk nicht absichtlich stumpf machen, oder?Das leitet über zum Thema „pflege und Ölen“, wozu in der Anleitung nichts steht. Man kann sehr teuer Ölpapier kaufen oder ebenfalls völlig überteuert Öl zum direkt einträufeln, aber das geht bei diesem Schneidwerk gar nicht, weil die Zufuhr von Papier ja seitlich erfolgt. Hier kommt mein Tipp: Ganz normales Rapsöl aus dem Supermarkt ist das richtige Öl für einen Schredder. Kein Silikonöl, kein WD-40, kein Olivenöl, kein Mazola, sondern Rapsöl. Das ist auch in den sehr teuren speziellen Schredder-Ölen, die man für 20, 30 oder 40 Euro kaufen kann. Ölen sollte man einen Schredder je nach Beanspruchung. Meinen obigen Rexel „V55“ (mein Gott, war der gut!) habe in 16 Jahren komplett überbelastet, riesige Aktenberge durchgeschreddert, nie auf die 2-Minuten-Regel geachtet und nur ein einziges Mal geölt: Das Ding funktionierte trotzdem. Allerdings wird heute nicht mehr diese Qualität hergestellt. Zudem ist es richtig, dass Öl das Schneidwerk schärft, so wie auch bei einem Elektrorasierer. Also würde ich empfehlen, alle 3 Monate mal ein Ölblatt zu schreddern. Das geht improvisiert so: Ein A4-Blatt nehmen und dann Rapsöl einmal im Doppel-Z darauf kippen, direkt aus der Flasche. Das Blatt muss nicht durchtriefen, aber sollte links und rechts Öl abbekommen haben. Das dann schreddern, für 20 Sekunden danach dann den Rückwärtsgang einschalten, damit sich ein dünner Ölfilm an allen Zähnen verteilt, und dann zwei Seiten normales trockenes Papier hinterher, um ggf. überschüssiges Öl aufzunehmen, fertig.Kreditkarten werden bei diesem Gerät in den Schlitz für Papier geschoben. Ich war skeptisch, aber mein Videoclip zeigt sowohl eine Plastikkarte als auch eine CD. Die Plastikkarte wird, wie Papier, in Partikel zerfetzt, super! Das ist sehr sicher und offenbar kommt das Schneidwerk damit klar. CDs werden in 4 Teile geschnitten. Eigentlich reicht das. Wer will, kann die Teile dann nochmal quer ein zweites Mal durchschieben und hat dann kleinere Teile, die keiner mehr auslesen kann.Ich sollte noch erwähnen, dass das Gerät nicht nach Plastik riecht und ausdünstet, aber nach der Benutzung relativ stark für eine kurze Zeit nach „Motor“ riecht. Ob das normal ist? Keine Ahnung, ich nutze das Teil erst 2 Wochen. Der Geruch ist schnell wieder verflogen, aber er ist da und darauf wollte ich hinweisen.Fazit: Mehr fällt mir zu diesem Schredder nicht ein. Ich hoffe, dass der auch längere Zeit seinen Dienst tun wird. Ich finde das Ding super hässlich vom Design her, aber habe auf bittere Weise gelernt, dass man Schredder nach Funktionalität kauft und nach nichts anderem. Bis jetzt macht das Gerät brav alles, was ich will. Partikelschnitt für Kreditkarten finde ich sehr gut. Auch die geringe Lautstärke ist toll. Für knapp 60 Euro bekommt man ein relativ gut verbautes Gerät mit einem soliden Schneidwerk.Alles andere wird die Zukunft zeigen. Ich werde irgendwann zurück kommen und ein Update unten anfügen. Im Augenblick würde ich sagen, alles richtig gemacht mit diesem Schredder. Darum gibt es 5 Sterne (trotz der kleinen Kritikpunkte) und eine klare Kaufempfehlung. Ich hoffe, meine Rezension hilft anderen Kunden bei der Entscheidung. [...]

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